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Ehrenamt entlasten: FDP fordert Überprüfung und Flexibilisierung der Brandwachen-Auflagen

Bürokratie-Bremse für unsere Vereine: FDP fordert flexiblere Brandwachen!
Hohe Kosten und starre Auflagen für Brandsicherheitswachen fressen die Einnahmen aus Veranstaltungen unserer Alzenauer Vereine oft auf. Das gefährdet das Ehrenamt! Die FDP-Stadtratsfraktion hat am 25. Juni 2026 einen Antrag eingereicht, um den gesetzlichen Ermessensspielraum wohlwollend zu nutzen und praxisnahe Alternativen zu schaffen.

Bürokratie abbauen, Ehrenamt stärken: Die FDP Alzenau setzt sich für praxistaugliche Regeln bei Veranstaltungen ein. (Bild: FDP Alzenau / KI-generiert)

Das Alzenauer Vereinsleben lebt vom unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Ob Musikfeste, Sportturniere oder kulturelle Abende – diese Veranstaltungen halten unsere Gemeinschaft zusammen. Doch immer strengere bürokratische Hürden und finanzielle Belastungen bedrohen die Durchführung solcher Events massiv.

Besonders die strengen Auflagen zur Stellung einer Brandsicherheitswache (Brandwache) stellen viele, oft kleinere Vereine vor immense Herausforderungen:

  • Unverhältnismäßige finanzielle Belastung: Die oft erheblichen Kosten für eine offizielle, externe Brandwache zehren die mühsam erarbeiteten Einnahmen aus den Veranstaltungen nicht selten vollständig auf. Eine Refinanzierung der eigentlichen Vereinsarbeit wird dadurch unmöglich.
  • Mangelnde Verhältnismäßigkeit: In modernen oder frisch sanierten Hallen, die bereits über zeitgemäße Brandschutztechnik, automatische Brandmelder und klar beschilderte Fluchtwege verfügen, ist eine durchgehende, personelle Bewachung bei kleineren Veranstaltungen mit moderatem Risiko oft gar nicht zwingend notwendig.
  • Bedrohung der Vereinskultur: Wenn Feste aufgrund zu hoher Auflagen abgesagt werden müssen, verliert Alzenau ein Stück Lebensqualität. Ein Entgegenkommen der Stadtverwaltung ist hier eine direkte, unbürokratische und vor allem kostenfreie Form der Vereinsförderung.

Unser Ansatz: Sicherheit garantieren, Ehrenamt schützen

Für die FDP-Stadtratsfraktion steht die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher selbstverständlich an oberster Stelle. Diese lässt sich jedoch in vielen Fällen auch durch pragmatischere, mildere Mittel gewährleisten. Deshalb haben wir am 25. Juni 2026 einen offiziellen Antrag eingereicht:

  1. Richtlinien evaluieren: Die Stadtverwaltung soll die aktuellen Vorgaben zur zwingenden Brandwache bei gemeinnützigen Vereinsveranstaltungen umfassend prüfen und anpassen.
  2. Ermessensspielraum nutzen: Die Verwaltung wird aufgefordert, ihren gesetzlichen Spielraum künftig vollumfänglich und gezielt wohlwollend im Sinne des Ehrenamts auszuschöpfen.
  3. Auflagen abbauen: Bei Veranstaltungen mit geringem Gefährdungspotenzial (gemessen an Besucherzahl, Art des Events und Zustand des Gebäudes) soll die Pflicht zu einer externen Brandwache reduziert oder ganz aufgehoben werden.
  4. Praxisnahe Alternativen schaffen: In Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr sollen pragmatische Lösungen entwickelt werden – zum Beispiel die gezielte, kurze Einweisung oder Schulung von verantwortungsvollen Vereinsmitgliedern, die diese Aufgabe dann selbst übernehmen können.

Wir wollen unseren Vereinen Steine aus dem Weg räumen, statt ihnen neue bürokratische Lasten aufzubürden!